Beschreibung
der Orgel für das Seminar in der S. Lourenço-Kirche
in Porto (Portugal):
Description of the organ inside the
Seminar of S. Lourenço - church in
Disposition:
I. Manual:
Principal 8´ Prospekt
Viola da Gamba 8´ Wechselschleife
Praestant 4´ Transmission
Nasard(-o) 3´ Wechselschleife
Octav (15 ª ) 2´ Wechselschleife
II Manual: Hohlflöte 8´ (Flauta Tapada)
Viola da Gamba 8´ Wechselschleife
Praestant 4´ Transmission
Nasard 3´ Wechselschleife
Octav (15 ª ) 2´ Wechselschleife
Pedal: Bordão 16´ (Subbaß)
Gedeckt 8´ Transmission aus Bordão
16´


Stop list:
Viola da Gamba 8´ alternating slider
Praestant 4´ transmission
Nasard (-o) 3´ alternating slider
Octav (15 ª ) 2´ alternating
slider
II Manual Hohlflöte 8´ (stopped and chimney flutes)
Viola da Gamba 8´ alternating slider
Praestant 4´ transmission
Nasard (-o) 3´ alternating
slider
Octav (15 ª ) 2´ alternating slider
Pedal Bordão 16´ (stopped flute)
Gedeckt 8´ transmission from Bordão 16´
Das Instrument ist Produkt einer gemeinsamen
Entwicklung durch die Orgelbaumeister Pedro Guimaraes
von Rhoden (Portugal) und Harm Kirschner (Weener). Die Orgel verfügt über 2 Manuale und Pedal und
wird in erster Linie als Begleitinstrument für die tägliche Messe, aber auch
als Übungsinstrument für die Seminaristen in der S. Lourenço-Kirche
benutzt.
Besonderheit dieses Instruments sind die
Transmissionen und Wechselschleifen, die viele Möglichkeiten der Klangmischung
und Musizieren auf 3 Werken bieten. Im
ersten Manual befindet sich als festes Register der Principal
8’. Seine fast reinen Zinnpfeifen stehen ab „E“ im Prospekt, die ersten 4
Pfeifen (C-Dis) aus Eiche liegen auf dem Dach. Im zweiten Manual ist das feste
Register die „Flauta tapada“.
Hinter dem Namen verbirgt sich eine im norddeutschen Raum ähnliche Hohlflöte
8’. Dieses Register besteht in den ersten beiden Oktaven aus gedeckten
Holzpfeifen, der Diskant aus gehämmerten Bleipfeifen, die ein kleines Röhrchen
am Deckel besitzen.
Die Stimme Praestant
4’ läßt sich per Transmissionen im ersten und zweiten
Manual gleichzeitig spielen. Alle anderen Register (Viola da Gamba 8’, Nasardo 3’ und 15a)
sind, ermöglicht durch Wechselschleifen, entweder im ersten oder zweiten Manual
spielbar. Sie sind wie der Praestant aus fast reinem
Zinn hergestellt. Unter 15a versteht der Portugiese den 15. Ton über dem 8’,
also vergleichbar mit einer Oktave 2’, wie es auch in Italien üblich ist.
Im Pedal befindet sich unter der Bezeichnung „Bordão“ (deutsch: Subbaß) und „Flauta tapada“ eine Reihe von 42
gedeckten Holzpfeifen auf 16’Basis. Die ersten anderthalb Oktaven der „Flauta tapada“ werden per
Transmissionen aus dem „Bordão“ genommen; mit der
Pedalkoppel lässt sich das Pedal mit dem ersten Manual verbinden.
Die Traktur sowie das Regierwerk sind
mechanisch. Fichteabstrakten verbinden das Wellenbrett
mit der Klaviatur, deren Untertasten mit Knochen und Obertasten mit Mooreiche
belegt sind.
In der gespundeten Windlade befinden sich noch
2 vakante Kanzellen, die mit einem Ventil und dazugehöriger Traktur versehen
sind. Diese können später als Ansteuerung für Vogelgezwitscher, Hummel, Trommel
o. ä. genutzt werden.
Wie die Windlade ist das komplette Gehäuse aus
mitteldeutscher Eiche gefertigt. Es ist 3,3m hoch, 3m breit und nur 0,8m tief.
Flügeltüren, die an handgeschmiedeten Scharnieren hängen, schützen die Orgel
vor äußeren Einflüssen. Die Gehäuseform ist italienischen Positiven des 17. u.
18. Jahrhunderts, deren Art man häufig in Portugal finden kann, nachempfunden.
This instrument is a product of a developement common with master organ builder Pedro Guimarãés von Rhoden (
The transmissions and alternating sliders
are the specific feature of this organ. The organ offers many possibilities of
mixing sound and playing on three divisions.
The principal 8´ is the main and firm stop
in the first manual. The nearly pure tin pipes take place in the façade and
start with bottom “E”. The first 4 pipes (C – D#), made of oak are placed on
the roof. The main and firm stop of the second manual is the “flauta tapada”. Behind this name
is concealed a typical North German stop: first two octaves stopped wooden
flutes, descant wide chimney flutes made from hammered lead (cast on sand).
There is one stop (praestant
4´) you can play in the first and second manual at the same time
(transmission). Al the other stops (Viola da Gamba
8’, Nasardo 3’ and 15a) you can play either on the
first ore on the second manual. This is possible because of the alternating
sliders. The material of that pipes is, like the praestant
4´, nearly pure tin. The Portuguese (also the Italian) calling the octave 2´
“15a”, because it is the 15th note above the 8´. Under the name „Bordão“
(=stopped flute 16´) and „Flauta tapada“
(=stopped flute) are hidden a group of 42 stopped flute pipes from bottom C
16´. The first one and a half octaves of the „Flauta tapada“ are taken from the “Bordão
per transmission. You can coupler the pedal with the first manual.
This tracker organ has a mechanical
action. Trackers of spruce connect the roller board with the manual. The manual
keys are covered with bone, the charps with moor-oak.
There are two vacant channels in the sponselt chest, with pellets, trackers and rollers. It is
possible to connect them with a bird, drum or bumblebee etc..
As the wind chest is of middle european oak wood as the case is. The case is 3,3 meter high, 3 m large and 0,8
m deep. It is saved by two doors, covering the front. The doors hangs on iron
hand made hinges. The case is created as
an italic organ of the 17. – 18.th century. In Portugal you can often find old
organs in italic style.